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November 4, 2013

Fünf Schritte zum Einrichten eines WLAN-Netzwerks – Schritt 1

Kann ich ein WLAN-Netzwerk einrichten?


Ein drahtloses Netzwerk einzurichten ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Egal, ob Sie ein WLAN für zu Hause oder fürs Büro einrichten möchten – Sie müssen kein Technik-Profi sein. Deshalb hat die Wi-Fi Alliance diese leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt. Folgen Sie einfach den fünf Schritten unten, und schon können Sie die Freiheit von WLAN nutzen.
Fünf Schritte zum WLAN-Aufbau:
1. Planung
2. Geräteauswahl
3. Einrichtung
4. WLAN für Desktop-PCs hinzufügen
5. Sicherheit
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Schritt 1 – Planung


Einrichtung eines drahtlosen Netzwerks


Sobald Sie sich für die Freiheit eines WLANs entschieden haben, können Sie alle Vorteile mobiler Vernetzung nutzen – und das Einrichten und Betreiben ist denkbar einfach. So planen, installieren und nutzen Sie Ihr WLAN:

Was gehört zu einem WLAN?


WLAN-Geräte „verbinden“ sich über Funkfrequenzen miteinander. Die Komponenten können direkt („Peer-to-Peer“) oder über einen Router bzw. Access Point kommunizieren. Ein WLAN besteht aus zwei Hauptelementen: WLAN-Adaptern und Access Points bzw. Routern.
WLAN-Adapter sind entweder bereits in Desktop-PCs, Laptops und Mobilgeräten integriert oder werden nachgerüstet. Access Points oder Router fungieren als „Basisstationen“ – sie senden und empfangen Signale von den WLAN-Adaptern und verbinden so die Geräte untereinander sowie mit dem Internet. Alle Computer im WLAN können dann Ressourcen teilen, Dateien austauschen und eine gemeinsame Internetverbindung nutzen.

Brauche ich ein Peer-to-Peer-Netzwerk oder eine Lösung mit Basisstation (Access Point oder Router)?


Ein Peer-to-Peer-Netzwerk (Ad-hoc-Netzwerk) besteht aus mehreren WLAN-fähigen Computern, die ohne Basisstation direkt miteinander kommunizieren. Alle zertifizierten WLAN-Geräte unterstützen diese Variante, die sich gut eignet, um Daten zwischen Rechnern auszutauschen oder eine Internetverbindung mit wenigen Geräten im selben Raum zu teilen.
Eine Peer-to-Peer-Lösung kann sinnvoll sein, wenn Sie:
- maximal drei Computer vernetzen möchten
- ein begrenztes Budget haben
Die meisten Nutzer bevorzugen jedoch einen Access Point oder Router, da dies:
- eine bessere Nutzererfahrung bietet
- die Internetfreigabe vereinfacht

Welche WLAN-Adapter-Optionen gibt es für Laptops, Desktop-PCs und PDAs


Laptops
Viele moderne Laptops und Mobilgeräte haben bereits integrierte WLAN-Adapter. Falls nicht, können Sie eine PCMCIA-Karte (PC Card) in den Erweiterungsslot einsetzen.
Desktop-PCs
Da Desktop-PCs meist keine PC-Card-Slots haben, gibt es folgende Optionen:
1. USB-WLAN-Adapter – Einfach in einen freien USB-Port stecken, Treiber installieren – fertig.
2. PCI-/ISA-Bus-Adapter – Erfordert das Öffnen des Gehäuses und Einbauen einer Steckkarte.
- Einige Hersteller bieten komplette PCI/ISA-Adapter, andere ermöglichen den Einsatz von PC-Cards wie beim Laptop.
- Apple-Nutzer können den AirPort-Adapter in Macintosh-Rechnern nachrüsten.
PDAs (z. B. Palm, Pocket PC)
- Nutzen oft CompactFlash-WLAN-Karten (manche Laptops unterstützen diese ebenfalls).
- Es gibt auch kleinere WLAN-Adapter, speziell für mobile Geräte.

Planung für Access Points und Router


Ein Access Point oder Router fungiert als Basisstation Ihres Netzwerks und verbindet:
- Laptops, Desktop-PCs, PDAs
- Drahtlose Peripherie (z. B. Drucker)
Die Basisstation sendet/empfängt Signale zwischen den Geräten und ermöglicht:
- gemeinsame Internetnutzung
- Daten- und Ressourcenteilung
Access Points unterscheiden sich in Funktionen und Leistung, bieten aber alle diese Grundfunktionen.

Wie viele Nutzer kann ein einzelner Access Point handhaben?


WLAN-Netzwerke sind – wie kabelgebundene Netze – ein gemeinsam genutztes Medium. Ein 802.11b-WLAN bietet beispielsweise bis zu 11 Mbit/s Bandbreite pro Nutzer. Theoretisch müssten sich bei 10 gleichzeitigen Nutzern alle die Bandbreite teilen, sodass jeder nur etwa 1 Mbit/s erhielte. In der Praxis ist die Nutzung jedoch komplexer:
- Geringer Datenverkehr (z. B. E-Mails): Nutzer merken kaum Geschwindigkeitseinbußen, da die Verbindung nur sporadisch genutzt wird.
- Hohe Last (z. B. HD-Streaming): Viele Nutzer an einem Access Point können spürbare Verlangsamungen erleben. In diesem Fall sind zusätzliche Access Points oder schnellere Modelle (z. B. 802.11ac mit bis zu 1.300 Mbit/s) sinnvoll.
Hinweis: Je nach Nutzerverhalten und Anforderungen können mehrere Access Points oder höhere Bandbreiten notwendig sein.

Komponentenauswahl für Ihr Netzwerk


Bevor Sie Ihr WLAN einrichten, sollten Sie folgende Punkte klären:
1. Anzahl der Geräte und Nutzer
- Privathaushalte: Meist ≤ 3 Computer
- Kleine Unternehmen: Typischerweise ≤ 15 Geräte
2. Welche WLAN-Adapter werden benötigt?
Laptops:
☐ Benötigen PC-Card-Adapter (falls kein WLAN integriert)
☐ Bereits WLAN-fähig (integrierte Netzwerkkarte)
Desktop-PCs:
☐ USB-WLAN-Adapter (ab Windows 98)
☐ PCI-/ISA-Adapter (für ältere Systeme ohne USB)
☐ PCs mit PC-Card-Slot (selten)
PDAs:
☐ PC-Card-Adapter
☐ CompactFlash-Adapter
Gesamtanzahl benötigter WLAN-Adapter:
3. Access Points/Router: Wie viele werden gebraucht?
- Standardfall (Zuhause/Kleinbüro): 1 Access Point reicht für 15–20 Nutzer.
- Reichweite:
- Innenräume: ~30–100 Meter
- Außenbereich: Bis ~600 Meter (abhängig von Störfaktoren)
Sonderfälle:
- Große Flächen (z. B. Lagerhallen): Mehrere Access Points nötig.
- Hohe Bandbreitenanforderung (Video-Streaming, große Dateien): Schnellere Modelle (z. B. Wi-Fi 6) oder zusätzliche Access Points.
Zusammenfassung:
Nutzertyp Empfohlene Lösung
Standard (E-Mails, Surfen) 1 Access Point
Hohe Auslastung (Streaming, große Dateien) Mehrere Access Points oder High-End-Modelle
Großflächige Nutzung (Büros, Hallen) Mesh-Netzwerk oder kabelgebundene Vernetzung

Tipp: Access Points lassen sich per Ethernet-Kabel oder Funk miteinander verbinden, um ein einheitliches Netzwerk zu schaffen.

Wie viele Nutzer haben Sie, und ist Ihre Fläche ungewöhnlich groß?


1. Typische Nutzung
- Aktivitäten: E-Mails, Internet-Surfen, gelegentlich große Dateien übertragen
- Lösung: Ein einzelner Access Point reicht aus.
2. Hohe Anforderungen
- Aktivitäten: Häufiger Transfer sehr großer Dateien, Streaming-Videos
- Lösung: Mehrere Access Points (auf verschiedenen Kanälen) für bessere Bandbreite.
3. Große Flächen (z. B. Lagerhalle, Großraumbüro)
- Reichweite: Über 100 Meter (indoor)
- Lösung: Mehrere verteilte Access Points für flächendeckende Abdeckung.
Geschätzte Anzahl benötigter Basisstationen:

Wie verbinden Sie Ihr WLAN mit dem Internet?


Ihre WLAN-Basisstation (Router/Access Point) kann mit verschiedenen Breitband-Internetanschlüssen kombiniert werden:
- Kabelmodem, DSL, Glasfaser, Satelliten-Internet, ISDN
- Anschluss: Meist per Ethernet-Kabel vom Modem zum Router.
Keine Sorge um Geschwindigkeit:
- Selbst ein älteres WLAN (z. B. 802.11n) ist schneller als die meisten Internetverbindungen.

Wie binden Sie Drucker in Ihr WLAN ein?


Sie haben drei Optionen:
1. Drucker an einen PC anschließen
- Der PC muss eingeschaltet sein, damit andere Geräte darauf zugreifen können.
2. Dedizierten Druckerserver nutzen
- Ein WLAN-Druckerserver (kleines Zusatzgerät) macht den Drucker netzwerkfähig.
3. WLAN-fähigen Drucker verwenden
- Moderne Drucker haben integriertes WLAN und verbinden sich direkt mit dem Netzwerk.
Vorteil von Option 2 & 3:
- Kein ständig laufender PC nötig.
- Drucker ist immer erreichbar.

Können Sie Geräte im Netzwerk teilen, um Kosten zu sparen?


Ja! Falls nicht alle Geräte gleichzeitig online sein müssen:
- USB-WLAN-Adapter können zwischen Desktop-PC und Laptop gewechselt werden.
- PC-Card-Adapter (für Laptops) lassen sich bei Bedarf umstecken.
Beispiel:
- Im Büro: Adapter am Desktop-PC nutzen.
- Unterwegs: Dieselbe USB-/PC-Card im Laptop verwenden.

Zukunft: Smarte WLAN-Geräte


Immer mehr Geräte haben integriertes WLAN, z. B.:
- Drucker, Scanner, Kameras
- Smart-Home-Geräte (Lampen, Thermostate)
- Multimedia-Player (TV, Soundbar, Streaming-Boxen)
Vorteil: Keine zusätzlichen Adapter nötig – sie verbinden sich direkt mit dem Netzwerk.

Zusammenfassung: Was Sie brauchen


Komponente Empfehlung
Access Points 1 für typische Nutzung, mehrere bei hoher Auslastung/großer Fläche.
Internet-Anbindung Router per Ethernet mit Modem verbinden (DSL/Kabel/Glasfaser).
Drucker-Anbindung WLAN-Drucker oder Druckerserver bevorzugen (kein PC nötig).
Adapter sparen USB-/PC-Card-Adapter zwischen Geräten wechseln (falls möglich).
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